Anna Hoffmann Consulting
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KI Symbolbild
digital_breakfast: Hintergründe und Zusammenhänge rund um die wichtigsten KI- und DeepTech-Fragen für eine gelingende strategische Ausrichtung
Online Livetalkshow zu KI & Deeptech
Wir reden alle zwei Wochen live über ein relevantes KI- oder Deep Tech Thema. Dazu lade ich einen Gast ein, der Erfahrungen oder Expertise zum aktuellen Thema hat. Aktiv reinreden und kommentieren durch euch ist erwünscht. Das Ziel ist, wieder mehr in einen aktiven Austausch über das zu kommen, was unsere Zukunft und Gegenwart prägen.
Zweimal im Monat Mittwochs von 8.00 bis 9.00 Uhr.
Die aktuellen Themen und Formate werden auch auf Meet-Up veröffentlicht:
"Interessant und gut moderiert."
TN-Feedback

Termin 5: 5.8.2026
DeCELoops – Data-Driven Circular Economy:
Identification of Potentials for Closed Loops
KI-Systemarchitektur und Vertrauen
Talk mit Alexander Nasuta, Doktorand am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, über sein Forschungsprojekt DeCELoops, die Förderung von Systemvertrauen und aktuelle Entwicklungen in der Circular Economy
Alexander Nasuta hat seine Masterarbeit zum Thema "Application and Analysis of Curiosity Driven Reinforcement Learning to Solve the Job Shop Problem in the Context of Industrial Manufacturing" verfasst und erarbeitet verantwortungsvolle KI-Architekturen für sein Forschungsgebiet

Alexander Nasuta
Der Forschungskontext von DeCELoops:
"Zentrale Grundlage des Vorhabens ist der Austausch von Informationen über eingesetzte Rohstoffe sowie entstehende Reststoffe in Produktionsprozessen. Vor diesem Hintergrund werden die Bereitschaft zum Datenaustausch sowie dahingehende gestellte Anforderungen und mögliche bestehende Hemmnisse produzierender Unternehmen untersucht.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Themen wie Datenschutz, Systemvertrauen, wirtschaftliche Anreize und der Klassifikation der geteilten Informationen – von öffentlich zugänglichen bis hin zu sensiblen Daten.
Parallel dazu wird analysiert, wie Unternehmen ihre Rest- und Nebenströme erfassen und weiterverarbeiten. Es wird untersucht, in welcher Form die Materialien entlang einzelner Prozessschritte vorliegen und welche Eigenschaften dabei eine Rolle spielen. Aufbauend auf diesen Informationen werden standardisierte Input- und Outputbeschreibungen entwickelt und Materialflüsse modelliert. Dies ermöglicht die Identifikation von branchenübergreifenden Kreisläufen, sodass bislang ungenutzte Reststoffe gezielt als Wertstoffe eingesetzt werden können – ein bedeutender Schritt hin zu einer zirkulären, ressourcenschonenden Wirtschaftsweise."
Quelle:
DeCELoops
Termin 6: 26.8.2026
Kooperation als Chance
Die aktuellen Entwicklungen rund um den Quantencomputing Software Stack, Ökosystem-Aufbau & Neutralatome
Talk mit Benedikt Poggel, Researcher Quantum Computing am Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS, München

Benedikt Poggel
Was ist ein Quantencomputer?
"Herkömmliche Computer und Quantencomputer rechnen beide mit Bits. Diese unterscheiden sich aber erheblich. Ein Bit eines gängigen Computers kann nur zwei Zustände annehmen, nämlich »0« und »1«. Ein Quantum Bit oder Qubit eines Quantencomputers nimmt dagegen in einer Überlagerung beide Zustände gleichzeitig an. Dies nennt man Superposition.
Sie sorgt dafür, dass die Rechenkapazität eines Quantencomputers wesentlich höher ist als die eines herkömmlichen Computers, da Daten gleichzeitig verarbeitet werden können. Und mit jedem weiteren Qubit wächst die Rechenleistung exponentiell.
Durch die Superposition, also die Überlagerung von Zuständen kommt es außerdem zu Interferenzen von Qubits. Das bedeutet, dass sich die Zustände gegenseitig verstärken oder abschwächen. Ein weiteres Konzept, das für die hohe Leistungsfähigkeit des Quantencomputing sorgt, ist die Verschränkung (Entanglement) mehrerer Qubits. Damit sind die Zustände nicht mehr unabhängig, sondern gekoppelt: verändert sich ein Qubit, dann verändert sich auch das andere.
Diese drei Besonderheiten des Quantencomputing, also Superposition, Interferenz und Verschränkung, sorgen dafür, dass Quantencomputer Daten effizienter verarbeiten können. Dadurch können sie mit komplizierten Datensätzen arbeiten und in Zukunft auch bisher unlösbare Rechenaufgaben durchführen.
Die Funktionsweise im Quantencomputer läuft anders als bei herkömmlichen Computern nicht auf elektronischer Ebene, sondern auf physikalischer Teilchenebene ab. Es sind spezielle Rahmenbedingungen notwendig, damit die quantenmechanischen Eigenschaften eines Quantencomputers gehalten werden können.
Ersetzen Quantencomputer klassische Computer?
Nein, es wird ein Zusammenspiel von klassischen Computern und Quantencomputern geben. Denn klassische Computer braucht man beispielsweise, um Daten für den Quantencomputer aufzubereiten. Wahrscheinlicher ist, dass es in Zukunft einen Quantenprozessor geben wird, ähnlich wie einen Grafikprozessor. Dann könnte ein klassischer Computer auch einen Quantencomputer enthalten."
Quelle:
Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS, München

Lesetipp
"Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus" von Rainer Mühlhoff
"Populäre Ki-Narrative beruhen also auf drei Grundelementen, nämlich
- der Anthrpomorphisierung von KI-Systemen (= Vermenschlichung),
- affektiv überzeichneten Zukunftserwartungen (utopisch wie apokalyptisch) und
- kurzfristigen technologischen Lösungsversprechen für gesellschaftliche Probleme (Solutionismus).
Diese Vorstellungen weichen oft deutlich vom tatsächlichen Entwicklungsstand der KI-Technik ab."
S. 70 "Die Ideologie hinter dem KI-Hype", Rainer Mühlhoff
Termin 1: 10.6.2026
Anthropic, Claude und der EA
Talk mit dem "Effektiver Altruismus" Experten Leonhard Roesler
- Wie denken die Menschen, die unsere Chatbots erstellen?
- Was sind ihre philosophischen Überzeugungen?
- Welches Menschenbild haben sie von sich und von uns?
- Welche Ethik und welche Wissenschaftstheorie vertreten sie?
- Warum sind immer mehr Menschen im Silicon Valley davon überzeugt, dass ihre KI ein Bewusstsein und Gefühle hat und was bedeutet das für die zukünftige technologische Entwicklung?

KI Symbolbild
"Der KI-Pionier Anthropic geht gerade durch die Schlagzeilen. Mit ihrem Chatbot Claude haben sie eines der beliebtesten Modelle auf den Markt gebracht, große Tech-Firmen wie Amazon, Google, Microsoft und SpaceX investieren Milliardenbeträge. Mit einer Bewertung von 965 Milliarden US-Dollar gilt es aktuell als das wertvollste KI-Unternehmen der Welt - der Börsengang steht kurz bevor, um noch mehr Kapital einzusammeln.
Die Gründer, Starkapitalgeber und viele Mitarbeiter von Anthropic stehen einer sozialen Bewegung nahe, die sich Effektiver Altruismus nennt. Die Effektiven Altruisten, eine auf den Utilitarismus zurückgehende neuere Strömung in der Philanthropie wollen den globalen Nutzen aller fühlenden Wesen maximieren. Die utilitaristische Praxis, Glück und Leid unterschiedlicher Menschen zu quantifizieren und miteinander aufzurechnen hat schon immer scharfe Kritik hervorgerufen.
Noch problematischer wird es, wenn man sich genauer anschaut, wer im Effektiven Altruismus genau als fühlendes Wesen definiert wird. Es häufen sich absurde transhumanistische Äußerungen, die künstlicher Intelligenz Emotionen, Bewusstsein und sogar eine Seele zuschreiben.
Computer-Modellen sollen übermenschliche Denkfähigkeiten haben, Menschen träumen von der Unsterblichkeit durch den Upload ihres Bewusstseins in die Cloud und auf einmal scheint der Ausbau von riesigen Datencentern als moralische Pflicht. Ist alles nur eine ausgeklügelte Marketing-Kampagne zum Auftreiben weiterer Investitionsmilliarden? Viele im Silicon Valley scheinen bereit das ernsthaft zu glauben."
Leonhard Roesler
Aufzeichnung des Inputs von Leonhard Roesler:

Hintergrundtext von Leonhard Roesler zum Vortrag:
Utilitarismus
Die wissenschaftliche Berechnung der optimalen Zukunft und die Angst vor dem Unerwarteten
"Eine weitere Bedingung um
utilitaristisch denken zu können ist die
Berechnung der Zukunft. Wenn man sein Handeln nur danach orientiert, was zukünftig daraus folgen wird, muss man wissen, was zukünftig passieren wird. Hier bringen die Utilitaristen mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung ein weiteres Gedankenexperiment ins Spiel. Sie tun so als ob man jedem zukünftigen Ereignis eine konkrete Wahrscheinlichkeit zuordnen könnte.
Sie verflachen die fundamentale Differenz zwischen Risiko und Ungewissheit."
Leonhard Roesler


Künstliche Intelligenz im Krieg
Wie Algorithmen Angriffe beschleunigen
Bericht in der tagesschau vom 23.4.2026
Von Philipp Weimar, Kira Drössler und Jasmin Klofta, NDR
"Im Iran-Krieg haben die USA und Israel in kurzer Zeit auffallend viele Ziele angegriffen. Fachleute führen die hohe Geschwindigkeit und Koordination der Angriffe auch auf den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz zurück."
"Als zentrales Werkzeug wird häufig das "Maven Smart System" (MSS) des US-Unternehmens Palantir genannt. Das ist eine Softwareplattform, die Datenströme von Aufklärungssatelliten, Drohnen oder Radarsystemen zusammenführt und mithilfe von KI auswertet."
"Hinzu kommt ein psychologischer Effekt. Forschende sprechen vom "Automation Bias": Unter Zeitdruck neigen Menschen dazu, Vorschlägen von Maschinen eher zu vertrauen, als sie kritisch zu hinterfragen. "'Automation Bias' hat damit zu tun, dass wir psychologisch so veranlagt sind, der Maschine viel mehr Vertrauen zu schenken, als sie vielleicht haben sollte", erklärt die Politikwissenschaftlerin Elke Schwarz, die zu Ethik und KI im Militär forscht."
Termin 2: 17.6.2026
KI für militärische Nutzung & Krieg
- Input: KI für militärische Nutzung - multimodale Daten und autonome Pipelines
- Talk mit den TN: Palantir, Anthrophic, Vibe Coding und ARX Robotics im Fokus
[Magnus Rembold stand krankheitsbedingt leider nicht als Talkgast zur Verfügung]
Digitale Souveränität betrifft auch die Auswahl von Anbietern und KI-Systemen. Die Schweiz hat deshalb eine klare Entscheidung gegen den Anbieter Palantir getroffen. Details dazu gibt es in einem Interview, das von Zentrum für Digitalrechte und Demokratie veröffentlich wurde ( siehe die Links).
Das Militär war im Silicon Valley immer schon ein wichtiger Geldgeber für innovative Technologien. Das ist, nach Aussagen des Handelsblatts, auch bei Anthropic in der Vergangenheit der Fall gewesen. Die aktuellen Sicherheitslücken im Modell Fabel 5 von Anthropic bekommen vor dem Hintergrund noch einmal eine weitere Brisanz. Der Papst warnt in seiner ENZYKLIKA MAGNIFICA HUMANITAS vor den neuen, KI-gestützten Kriegsmöglichkeiten. Die aggressive Austragung von Konflikten wird so erleichtert und führt in eine gefährliche Richtung.
Auch in Deutschland fördert das militärische Sondervermögen technologische Innovationen, wie sich das bei dem europäischen Unternehmen ARX Robotics aus München zeigt. Die Evaluation von multimodalen Pipelines, die vielfältige Satellitendaten einschließt, könnte neue Durchbrüche für zivile Use Cases in der mobilen Robotik, in strukturschwachen Gebieten und im autonomen Fahren ermöglichen.
Hörtipp
Die Peter Thiel Story
Deutschlandfunk, Doku & Reportage, 05.06.2025
"Der in Deutschland geborene Investor entwickelt schon als Student in Stanford seine Haltung als Contrarian, als Andersdenkender gegen die Political Correctness. Peter Thiel gründet ein mächtiges Netzwerk – die Basis für den kulturellen Rechtsruck. Nach der US-Wahl 2016 versucht Peter Thiel, Washington für immer zu verändern. Sein Anlauf gegen den Behördenapparat scheitert, aber im Verteidigungsministerium gewinnt er an Einfluss. Seine Datenanalysefirma Palantir revolutioniert die Militärtechnik."
6-teiliger Podcast mit vielen Hintergrundinfos und O-Ton Recherchen
von Fritz Espenlaub, Jasmin Körber, Fritz Uhrig und Klaus Schiffer

Peter Thiel
Von Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=115161430

Machtübernahme der Computer
Der Spiegel 24I2026
Der Brite Stuart Russell (64) lehrt Informatik an der University of California, Berkeley, und leitet dort ein Forschungszentrum, das sich mit "menschenkompatibler" KI beschäftigt.
Er warnt seit Jahren vor unkontrollierten Risiken der Technologie.
Spiegel: "Herr Professor Russell, Sie gelten als ein Geburtshelfer der künstlichen Intelligenz. Heute wollen Sie Ihr Baby am liebsten einsperren. Warum?"
Russel: "Ich entwickle diese Technologie seit 50 Jahren. Und ich glaube, dass wir über weite Teil nicht richtig darüber nachgedacht haben, was wir da eigentlich tun. Unser ganzes Denkmuster war falsch."
Russel:
"Mit den heutigen Sprachmodellen spezifizieren wir kein Ziel mehr. Wir bauen Imitationen von Menschen. Die Systeme kopieren, was sich aus ihrem Training ergibt.
Wir haben keine Ahnung, was das ist."
Spiegel: "Große Techunternehmen investieren erhebliche Summen, um Miss-Alignment zu korrigieren."
Russel: "Wir versuchen, die Supercomputer brav zu bekommen. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad.
Aber praktisch alle Test zeigen: Wenn Sie es darauf anlegen, bringen sie das System dazu, Ihnen zu erklären, wie man Biowaffen herstellt oder wie man andere Computersysteme angreift.
Diese Dinge führen noch nicht direkt zur Auslöschung der Menschheit, aber sie sind Etappen auf dem Weg zum Verlust unserer Kontrolle.
Wir verstehen nicht einmal die genaue Funktionsweise der großen KI-Systeme. Es ist nicht so, dass dieses Wissen ein Firmengeheimnis der KI-Labore wäre.
Ich spreche mit führenden Entwicklern, die keine Ahnung haben, was im Inneren der KI passiert."
Termin 3: 1.7.2026
AGI: Kommt die übermächtige Künstliche Intelligenz? - Part 1
Talk mit dem Systemiker und Astrobiologen Björn Huwe
- Input: AGI - woher kommt der Glaube an eine überlegene künstliche Intelligenz? Eine historische Einordung und Einschätzung der Ist-Situation von Anna Hoffmann
- Talk: Welche Auswirkungen hat der Fokus von BigTech auf die Erschaffung einer AGI?

KI Symbolbild

Björn Huwe
Björn Huwe hat als Astrobiologe zu pflanzlichem Leben auf dem Mars geforscht. Schwerpunkt seiner Arbeit an der Uni Potsdam war der Nachweis der Lebenstüchtigkeit von besonderen Moosen unter den Bedingungen des Weltraums. Dazu hatte er eigene Forschungsprojekte auf der internationalen Raumstation ISS. Ziel seiner Forschung war aber nicht die Expansion ins All, sondern die Verbesserung der biologischen und natürlichen Lebensbedingungen auf der Erde. Die Analyse von Datenreihen, die im Stream von der ISS kamen, ist Teil seiner Expertise. Als Systemiker reicht sein Blick deshalb von der Erde bis ins All und zurück.
Zusammen mit Anna Hoffmann war er Teil des Forschungsprojekts "Design Thinking Plus", das die klassischen Design Thinking Aspekte (Nutzendenzentrierung, Technik, Wirtschaftlichkeit) um den Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit erweitert hat. Im Rahmen des Verbund-Forschungsprojekts "DiReBio" hat er am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) zu Zukunfts- und Transformationsaspekten der Bioökonomie geforscht.
Input:
AGI - woher kommt der Glaube an eine überlegene künstliche Intelligenz?
Eine historische Einordung und Einschätzung der Ist-Situation von Anna Hoffmann
Termin 4: 15.7.2026
AGI - Part 2: Kann es echtes künstliches Bewusstsein geben?
Talk mit Matthias Groß, Professor am Institut für Informationswissenschaften der TH Köln und Geschäftsführer der INSIGMA IT Engineering GmbH
Was ist dran an der festen Überzeugung im Silicon Valley, dass der Tag, an dem KI ein eigenes Bewusstsein entwickelt, nicht mehr so fern ist?
Anna Hoffmann hält diese Thesen seit über 40 Jahren für ausgemachten Quatsch. Für sie sind KI-Modelle nicht viel mehr als gekoppelte Taschenrechnerfunktionen in hochkomplexen Systemen.
Matthias Groß fragt sich, ob wesentliche Funktionen des Gehirns nicht ev. doch nachgebildet werden könnten, und was eigentlich den Kern unseres Bewusstseins ausmacht.
Es wird ein spannender Talk!

KI Symbolbild

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AGI – KI, smarter als jeder Mensch
"Unter „leistungsstarker KI“ verstehe ich ein KI-Modell – das in seiner Form wahrscheinlich den heutigen LLMs ähnelt, wenn auch auf einer anderen Architektur basieren, mehrere miteinander interagierende Modelle umfassen und anders trainiert sein könnte –, das folgende Eigenschaften aufweist:
Was die reine Intelligenz angeht, ist es in den meisten relevanten Bereichen – Biologie, Programmierung, Mathematik, Ingenieurwesen, Schreiben usw. – intelligenter als ein Nobelpreisträger. Das bedeutet, dass es ungelöste mathematische Theoreme beweisen, extrem gute Romane schreiben, komplexe Codebasen von Grund auf erstellen kann usw."
"Es ist nicht nur ein „intelligentes Ding, mit dem man spricht“, sondern verfügt über alle „Schnittstellen“, die einem Menschen bei der virtuellen Arbeit zur Verfügung stehen, einschließlich Text, Audio, Video, Maus- und Tastatursteuerung sowie Internetzugang.
Es kann alle Handlungen, Kommunikationen oder Fernoperationen ausführen, die durch diese Schnittstelle ermöglicht werden, einschließlich Aktionen im Internet, Anweisungen an Menschen geben oder von ihnen entgegennehmen, Materialien bestellen, Experimente leiten, Videos ansehen, Videos erstellen und so weiter.
All diese Aufgaben erledigt es wiederum mit einer Kompetenz, die die der fähigsten Menschen der Welt übertrifft.“
Dario Amodei, October 2024
Die Vision der "Verbesserung des Menschen" durch KI von Antrophic:
"Geht man noch einen Schritt weiter, so haben viele Menschen außergewöhnliche Momente der Erleuchtung, kreativer Inspiration, des Mitgefühls, der Erfüllung, der Transzendenz, der Liebe, der Schönheit oder des meditativen Friedens erlebt.
Art und Häufigkeit dieser Erfahrungen unterscheiden sich stark von Mensch zu Mensch und bei ein und derselben Person zu unterschiedlichen Zeiten und können manchmal auch durch verschiedene Drogen ausgelöst werden (wenn auch oft mit Nebenwirkungen).
All dies deutet darauf hin, dass der „Raum des Erlebbaren“ sehr weitreichend ist und dass ein größerer Teil des Lebens der Menschen aus diesen außergewöhnlichen Momenten bestehen könnte. Wahrscheinlich ist es auch möglich, verschiedene kognitive Funktionen auf breiter Front zu verbessern. Dies ist vielleicht die neurowissenschaftliche Version von >>biologischer Freiheit<< oder >>verlängerter Lebensdauer<<.“
Dario Amodei,
October 2024

Dario Amodei:
CEO von Antrophic
Von TechCrunch - https://www.flickr.com/photos/techcrunch/53202070940/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=148412072
Hörtipp
Die OpenAI Story
Deutschlandfunk, Doku & Reportage, 05.05.2026
"Sam Altman und Elon Musk wollten eine KI zum Wohle der Menschheit entwickeln. Doch dann kam ChatGPT. Eine Geschichte über große Visionen, gigantische Egos, den Verrat von Idealen und Kontrollverlust."
6-teiliger Podcast mit vielen Hintergrundinfos und O-Ton Recherchen
von Fritz Espenlaub, Jasmin Körber, Fritz Uhrig und Klaus Schiffer

Sam Altman
Von Steve Jurvetson - https://www.flickr.com/photos/jurvetson/54446118165/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=164150862
Termin 5: 5.8.2026
DeCELoops – Data-Driven Circular Economy:
Identification of Potentials for Closed Loops
KI-Systemarchitektur und Vertrauen
Talk mit Alexander Nasuta, Doktorand am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, über sein Forschungsprojekt DeCELoops, die Förderung von Systemvertrauen und aktuelle Entwicklungen in der Circular Economy
Alexander Nasuta hat seine Masterarbeit zum Thema "Application and Analysis of Curiosity Driven Reinforcement Learning to Solve the Job Shop Problem in the Context of Industrial Manufacturing" verfasst und erarbeitet verantwortungsvolle KI-Architekturen für sein Forschungsgebiet

Alexander Nasuta
Der Forschungskontext von DeCELoops:
"Zentrale Grundlage des Vorhabens ist der Austausch von Informationen über eingesetzte Rohstoffe sowie entstehende Reststoffe in Produktionsprozessen. Vor diesem Hintergrund werden die Bereitschaft zum Datenaustausch sowie dahingehende gestellte Anforderungen und mögliche bestehende Hemmnisse produzierender Unternehmen untersucht.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Themen wie Datenschutz, Systemvertrauen, wirtschaftliche Anreize und der Klassifikation der geteilten Informationen – von öffentlich zugänglichen bis hin zu sensiblen Daten.
Parallel dazu wird analysiert, wie Unternehmen ihre Rest- und Nebenströme erfassen und weiterverarbeiten. Es wird untersucht, in welcher Form die Materialien entlang einzelner Prozessschritte vorliegen und welche Eigenschaften dabei eine Rolle spielen. Aufbauend auf diesen Informationen werden standardisierte Input- und Outputbeschreibungen entwickelt und Materialflüsse modelliert. Dies ermöglicht die Identifikation von branchenübergreifenden Kreisläufen, sodass bislang ungenutzte Reststoffe gezielt als Wertstoffe eingesetzt werden können – ein bedeutender Schritt hin zu einer zirkulären, ressourcenschonenden Wirtschaftsweise."
Quelle:
DeCELoops
Termin 6: 26.8.2026
Kooperation als Chance
Die aktuellen Entwicklungen rund um den Quantencomputing Software Stack, Ökosystem-Aufbau & Neutralatome
Talk mit Benedikt Poggel, Researcher Quantum Computing am Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS, München

Benedikt Poggel
Was ist ein Quantencomputer?
"Herkömmliche Computer und Quantencomputer rechnen beide mit Bits. Diese unterscheiden sich aber erheblich. Ein Bit eines gängigen Computers kann nur zwei Zustände annehmen, nämlich »0« und »1«. Ein Quantum Bit oder Qubit eines Quantencomputers nimmt dagegen in einer Überlagerung beide Zustände gleichzeitig an. Dies nennt man Superposition.
Sie sorgt dafür, dass die Rechenkapazität eines Quantencomputers wesentlich höher ist als die eines herkömmlichen Computers, da Daten gleichzeitig verarbeitet werden können. Und mit jedem weiteren Qubit wächst die Rechenleistung exponentiell.
Durch die Superposition, also die Überlagerung von Zuständen kommt es außerdem zu Interferenzen von Qubits. Das bedeutet, dass sich die Zustände gegenseitig verstärken oder abschwächen. Ein weiteres Konzept, das für die hohe Leistungsfähigkeit des Quantencomputing sorgt, ist die Verschränkung (Entanglement) mehrerer Qubits. Damit sind die Zustände nicht mehr unabhängig, sondern gekoppelt: verändert sich ein Qubit, dann verändert sich auch das andere.
Diese drei Besonderheiten des Quantencomputing, also Superposition, Interferenz und Verschränkung, sorgen dafür, dass Quantencomputer Daten effizienter verarbeiten können. Dadurch können sie mit komplizierten Datensätzen arbeiten und in Zukunft auch bisher unlösbare Rechenaufgaben durchführen.
Die Funktionsweise im Quantencomputer läuft anders als bei herkömmlichen Computern nicht auf elektronischer Ebene, sondern auf physikalischer Teilchenebene ab. Es sind spezielle Rahmenbedingungen notwendig, damit die quantenmechanischen Eigenschaften eines Quantencomputers gehalten werden können.
Ersetzen Quantencomputer klassische Computer?
Nein, es wird ein Zusammenspiel von klassischen Computern und Quantencomputern geben. Denn klassische Computer braucht man beispielsweise, um Daten für den Quantencomputer aufzubereiten. Wahrscheinlicher ist, dass es in Zukunft einen Quantenprozessor geben wird, ähnlich wie einen Grafikprozessor. Dann könnte ein klassischer Computer auch einen Quantencomputer enthalten."
Quelle:
Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS, München
Vorschau September:
Wie bleibt Führung menschlich, wenn Entscheidungen zunehmend von Algorithmen geprägt werden?
Talk mit Dr. Sebastian Rosengrün zu seinem neuen Buch
"Mensch. Macht. Maschine.",
Haufe-Verlag 2026













